Iran ist weit mehr als ein Land auf der Weltkarte. Es ist die Heimat einer der ältesten Zivilisationen der Menschheit. Seine Geschichte reicht Jahrtausende zurück – in eine Zeit, als viele heutige Staaten noch gar nicht existierten.
Schon im alten Persien entstanden bedeutende Verwaltungsstrukturen, Handelswege, Städte und kulturelle Zentren. Unter Kyros dem Großen wurde Persien zu einer der einflussreichsten Mächte seiner Zeit. Die persische Kultur prägte über Jahrhunderte hinweg große Teile der Welt.
Trotz zahlreicher Kriege, Fremdherrschaften und politischer Veränderungen haben die Iraner ihre kulturelle Identität, ihre Sprache und ihre Traditionen bewahrt.
Im 20. Jahrhundert begann unter der Pahlavi-Dynastie eine weitreichende Modernisierung. Schulen, Universitäten, Straßen, Eisenbahnstrecken und moderne Industrien wurden aufgebaut. Frauen erhielten das Wahlrecht und zunehmend Zugang zu Bildung und Beruf.
Die Revolution von 1979 veränderte jedoch den politischen Weg des Landes grundlegend. Die neu entstandene Islamische Republik verband staatliche Macht mit religiösen Vorschriften. Persönliche Freiheiten wurden eingeschränkt, politische Gegner verfolgt und zahlreiche Menschen zur Auswanderung gezwungen.
Doch die Geschichte Irans endet nicht mit der Islamischen Republik.
Iran besitzt weiterhin enormes Potenzial: hochqualifizierte Menschen, bedeutende natürliche Ressourcen, eine strategische geografische Lage und eine weltweit vernetzte Diaspora.
Ein demokratischer und freier Iran könnte wieder zu einem wichtigen Zentrum für Wissenschaft, Kultur, Wirtschaft und internationalen Austausch werden.
Iran braucht keine neue Identität. Iran braucht die Freiheit, sein wahres Potenzial zu entfalten.
